es war verdammt schwer, sich im Januar in Berlin nicht auf die Fresse zu packen. Gefühlt ging das Glatteis bis in meinen Spinalkanal, wo es sich festgesetzt hat und Teil von mir wurde. Am Ende weiß ich gar nicht mehr, was eine normale Gehgeschwindigkeit ist und der erste Tautag, wo man wieder so richtig Grip unter den Füßen hatten und nasse Sohlen von den Pfützen, fühlte sich nostalgisch an. Wie eine entfernte Erinnerungen an die Zeit des Laufen Lernens.
naja, whatsoever. Ich habe kaum das Haus verlassen, außer für eine Reihe an grandiosen Konzerten, die das Kalenderjahr nicht besser hätten einläuten können. Den Anfang machte Levin Goes Lightly in der Heiners Bar, es war sehr klein und kuschelig – was sich auch bei den folgenden Konzerten durchsetzt. Mein persönliches Highlight war der Auftritt von Beaks und Band in der 8MM Bar, direkt am nächsten Tag ging es weiter in den Schokoladen für Andreya Casablanca! Für das EP Release Konzert von Andreas Vey war ich zum ersten Mal in der Mulackei und es war wie magisch. Ich habe mir seit langem eine neue Platte gekauft (und signieren lassen, aber mit Datum! Weil sonst hat die Signatur keinen Wert, erzählt die eine von ihren neuen Erkenntnissen aus Bares für Rares). Verabschiedet habe ich den Januar nach acht Konzerten mit riesen Energie beim Pabst Tourabschluss. Ganze vier Bands auf der Bühne. Das neue Album von Pabst live ein krasser Knaller. Sensationell!
mit dem neuen Kalenderjahr habe ich auch ein neues Fotoprojekt begonnen – ich möchte bei jedem Konzert ein Polaroid Porträt von den auftretenden Artists machen. Nach einem Streak von drei Konzerten hintereinander, musste ich feststellen, dass es sehr viel schwieriger ist, eine Band für ein Foto zusammenzubekommen. Ich nehme noch Wetten an, wie viele Fotokärtchen ich am Ende des Jahres 2026 in den Händen halten werde (und wie viele davon Solo-Artists abbilden).
generell habe ich mir vorgenommen, dieses Jahr mehr Fotoprojekte zu machen, auf die ich Lust. Also einfach machen und egal, ob das „mein“ Stil ist oder nicht oder ob das Endergebnis dann scheiße aussieht. Weil ganz ehrlich, solange es Spaß macht? In dem Sinne habe ich spontan für ein Shooting an der Weißenseer Kunsthochschule zugesagt, wo ich die Fotos für ein Semesterprojekt machen durfte. Und die wurden alles andere als scheiße! Liebe Grüße an dieser Stelle an Alex und Valentina, es hat so viel Spaß gemacht. Vielleicht erlaube ich es mir demnächst die Tür zu Fashionfotografie etwas weiter zu öffnen.
mehr Interessantes habe ich nicht zu erzählen. Ich habe zwei Bücher gelesen, die beide sehr empfehlenswert sind: Gym von Verena Keßler und Die Gabe von Suzumi Suzuki. Ich habe eine außerordentliche Hyperfixierung auf Pasta aglio e olio entwickelt (mit ner Masse Hefeflocken zu jeder Portion), die meine Linsenbolognese ablöst – was aber nicht unbedingt zu einer Verbesserung meiner Nährstoffaufnahme beiträgt.
gut, jetzt habe ich auch nichts Uninteressantes mehr zu erzählen. Also bis zum nächsten Mal!
A.
31.1.26
