KONZERTKALENDER JAN/FEB 20

Two Door Cinema Club / 17.01. in der Columbiahalle, Berlin

Wenn ich ehrlich bin, habe ich es bisher nicht einmal geschafft, mir das aktuelle Album False Alarm anzuhören. Two Door Cinema Club sind für mich noch immer ein Tag im März 2017 und zwei Stunden warten vor der Großen Freiheit 36. Mit Parcels und Blaenavon als Support. Und vielen, vielen Stunden danach, in denen ich ihre Lieder allein in meinem Zimmer hörte. Zu Tränen gerührt die Lyrics von Next Year mit schwarzem Marker an die Innenwand meines Schranks schrieb. Jetzt ist es 2020, das kommende Konzert ein Muss. Und der Support sieht mit Circa Waves auch nicht schlecht aus. Alle Tourdaten gibt es hier.

Aries / 19.01. im Lido, Berlin

In letzter Zeit driften meine Hörgewohnheiten öfter in die Richtung entspannten Hip Hops. So ließ ich mich bald in den Songs von Aries treiben. Wie eine schäumende Wellen umspült die weiche Stimme Aries‘ das Gemüt. Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass der Sänger zuvor auf Youtube Tutorials zu Musik- und Beatproduktion veröffentliche und laut der Veranstaltungsinfo des Privatclubs „zu den großen Phänomenen des aktuellen Hip Hops zählt“. Im Januar kommt er also aus Kalifornien nach Berlin. Ich werde dabei sein – wer noch? Alle Tourdaten gibt es hier.

Sea Girls / 30.01. im Privatclub, Berlin

Beim Reeperbahn Festival 2019 spielte das Quartett im Knust und ich bin sehr glücklich den Weg spontan dorthin gefunden zu haben. Es ergriff mich die gleiche Euphorie, die ich verspüre, wenn die Songs von Sea Girls aus der Musikanlage sprießen. Warme Melodien, die träumen lassen. Eine Erinnerung vom letzten Sommer. Und schwere Herzen. Alle Tourdaten gibt es hier.

VANT / 05.02. im Privatclub, Berlin

Mit KARMA SEEKER hat Mattie Vant vor zwei Jahren das erste Mal meine Playlist erobert. Ein Song, der eine gleichsam erdrückende und losreißende Energie transportiert. Das erste Album war rau, dröhnende Gitarren. Jetzt steht der zweite Langspieler in den Startlöchern und der Vorbote, die Photographic Head EP, klingt gezügelter, weicher. Doch mit der gleichen mysteriösen Dämmerung im Hintergrund, von der sich die pastellpinke Frisur VANT’s abhebt. Alle Tourdaten gibt es hier.

The Growlers / 07.02. im Astra Kulturhaus, Berlin

Seit 2006 machen The Growlers bereits Musik. Das Debütalbum liegt über eine Dekade zurück. Entdeckt habe ich sie erst letzten Frühling. Was für ein glücklicher Zufall, dass jetzt eine Tour ansteht und ich mich nun auch von dem Live-Potenzial der Band überzeugen kann. Ihre Lieder haben etwas an sich, dass mich mit jedem Hören weiter einsaugt. In diesen „vintage surf rock“. Der kantige Gesang mit melancholischem Unterton. Die klare Begleitung, die Melodien zum Leuchten bringt. Alle Tourdaten gibt es hier.

Lennon Stella / 11.02. im Columbia Theater, Berlin

Abgesehen von dem radiototen Takeaway, kannte ich Lennon Stella bisher nicht. Um diesen wolkigen Pop mache ich gewöhnlich eher einen Bogen. Warum eigentlich? Nachdem mich eine Freundin auf das Konzert angesprochen hat, beschloss ich, die alten Muster herauszufordern und etwas Neues auszuprobieren. Ohne Gitarren und Männergesang. Zwischen eingängigen Melodien und einer hellen Stimme, mit hörbarem Glitzern. Alle Tourdaten gibt es hier.

Kaltenkirchen / 20.02. im Maze, Berlin

Die Musik von Kaltenkirchen schmeckt wie Zuckerwatte mit Pfefferminzaroma. Ein Klang der federleicht im Raum schwebt und süß auf der Zunge schmilzt. Aus dem Halbschatten sprießt ein Text, der promt im Gedächtnis wurzeln schlägt. Vor dem inneren Auge sehe ich die Worte, über deren Silben ein kleiner Kreis im Rhythmus der Musik hüpft. Das Debütalbum Im Namen der Liebe von Kaltenkirchen tanzt zwischen Kontrasten. Zwischen Omas buntem Plattenregal und kühlem Kellerclub. Alle Tourdaten gibt es hier.

(Sandy) Alex G / 22.02. im Lido, Berlin

Oh, ich liebe diesen körnigen, melancholischen Klang, der in den Songs von (Sandy) Alex G mitschwingt. So, als könnten sie der Soundtrack eines ungeplanten Roadtrips werden. Ein bisschen verregnet und die Kassette wird in das alte Autoradio geschoben. Ich weiß nicht ganz wieso, aber ich denke, das Lido und sein Holzfußboden schwingen im gleichen Verhältnis zur Musik. Das kann nur gut werden. Alle Tourdaten gibt es hier.

Seafret / 25.02. im Bi Nuu, Berlin

Der Februar neigt sich dem Ende und keine Band könnte das besser musikalisch untermalen als Seafret. Leise Töne, die zu einem Bach aufbrausen. Kaltes Wasser und zarte Sprossen. Die Songs des Duos sind mit gedrückter Stimme und dem puren Klang gemacht, um knöcheltief im Matsch zu stecken, während die Baumschulen für den kommenden Frühling Personal aufrüsten. Alle Tourdaten gibt es hier.

Cage The Elephant / 27.02. im Astra Kulturhaus, Berlin

Im Gegensatz zum aktuellen Two Door Cinema Club Album habe ich Social Cues der Gruppe Cage The Elephant in seiner Gänze bereits gehört. Die düstere und rätselhafte Atmosphäre schleicht noch immer zwischen den Zeilen. Wie zu der Zeit als Ain’t No Rest For The Wicked bei mir auf Dauerschleife lief. Und Cigarette Daydreams der erste Song war, den ich mit der Band verband. Jetzt ist die lockere Begleitung brodelnd. Bestimmt stehen sie im Nebel auf der dunklen Bühne. Ich war noch nie auf einem Konzert der sechsköpfigen Band, nun ist’s an der Zeit. Alle Tourdaten gibt es hier.

Sam Fender / 28.02. in der Columbiahalle, Berlin

Wer Sam Fender bis jetzt noch nicht kennt, sollte das schnellstens nachholen. Unbedingt. Ich habe bereits hier meine Liebe bekundet und freue mich immens, für Februar endlich eine Konzertkarte ergattert zu haben. Nach all den ausverkauften Terminen. Das wird nach dem Dockville 2018 das dritte Mal, dass ich mich kollektiv mit anderen Fender Fans von der Intensität eines Konzerts des Briten hinreißen lassen werde. Alle Tourdaten gibt es hier.

Balthazar / 28.02. Berlin

Es ist mir zwar nicht schwer gefallen, beim Kartenkauf zwischen Sam Fender und Balthazar zu entscheiden. Aber ich bin schon ein bisschen traurig, ein Konzertbesuch von letzteren noch aufzuschieben zu müssen. Denn die Musik ist nicht weniger faszinierend. In schwere Drums gekleidet und ruheloser Gitarre, die tiefe Stimme flüstert schon fast, die Worte hallen vom rauen Klanggewandt wider. Alle Tourdaten gibt es hier.

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